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Sonntag, 16. September 2012

Es wird wohnlich: Putz, Tapete, Farbe (und Estrich)

Die Woche begann direkt am Montag Morgen mit einem Treffen mit unserem Bauleiter, bei welchem wir verschiedene Restarbeiten und auch diverse Mängel am Putz besprachen. Sein Vorschlag war zunächst, dass wir die unsauber geputzen Stellen an der Nordseite mit einer Gutschrift ausgleichen. Nach reiflicher Überlegung werden wir dies aber ablehnen und auf eine Ausbesserung bestehen, schließlich wird man später ein Haus eher "nur" streichen lassen und nicht noch einmal komplett verputzen lassen, wenn einem die Farbe nicht mehr gefällt. Die hässlichen Stellen würden also ewig sichtbar. Und bevor jeder Spaziergänger, der am Haus vorbeigeht, denkt "Hmm, das ist aber nicht ordentlich verputzt..." -was ja auch irgendwo ein Aushängeschild für FH ist- werden wir unserem Bauleiter mitteilen, dass eine Gutschrift hier keine Option ist. Alle anderen Reklas können hoffentlich vom Kundendienst-Team erledigt werden.

Am Dienstag wurde dann der langersehnte Estrich im Keller eingebracht. Die Bautreppe wurde dafür am Montag schon abgebaut (das Easy-Step-Prinzip hat sich hier als sehr zeitsparend erwiesen), so dass es am Dienstag keine Verzögerungen gab und die Estrichleger direkt loslegen konnten. Nach etwas über 6 Stunden war in der Garage ein Gefälle-Estrich und in den übrigen Räumen ein Dämm-Estrich eingebracht. Bedenken, dass durch das offene Treppenhaus nun wieder Feuchtigkeit ins Haus und eventuell an den Anhydritestrich im Haus ziehen könnten, konnte man uns schnell nehmen, der Zementestrich ist von der Feuchtigkeit her mit nassem Sand  vergleichbar. Tatsächlich war auch nur am nächsten Morgen ein wenig Feuchtigkeit im Haus zu spüren, an den Folgetagen nicht mehr.Die komplette Verkabelung an den Sicherungskasten hat den Freitag vorher ein befreundeter Elektriker vorgenommen, so dass wir hier endlich auf Verlängerungskabel & Co. verzichten können, um Licht und Garagentor zu betätigen. :-)

Frank hat seine erste Urlaubswoche genutzt und mit der Schleifgiraffe alle gespachtelten Wände im Erdgeschoss abgeschliffen und sich dann dem Kampf mit dem Easy Putz gestellt. Hier haben wir die Taktik übrigens geändert und haben nun erst Tiefengrund, dann weiße Wandfarbe und dann den Easy Putz aufgetragen. Der Vorteil ist, dass man weniger von dem teuren Easy Putz verbraucht, um das Durchscheinen der Spachtelmasse zu verhindern. Das Ergebnis mit dem Putz und der Finishwalze ist einfach nur klasse!! 




 
Bäder, Flur und Treppenhaus werden also an den Wänden und der Decke komplett damit bearbeitet. Da der Spaß aber gut ins Geld geht, haben wir uns für die restlichen Räume für eine Vlies Raufaser von Erfurt (Mod. Romantic) mit Wandklebetechnik entschieden. Diese ließ sich erstaunlich gut verarbeiten, wir haben gestern das komplette Wohn-/Esszimmer mit Küche und die Schräge im Wintergarten tapeziert. Die Decke wird nun noch einmal weiß gestrichen und dann ist das Ergebnis perfekt.




Am Freitag Abend hatte unser örtlicher Baumarkt ein "Late-night-Shopping" - von 19-22 Uhr gab es 15% Rabatt. Wir haben uns also nochmal mit Easy-Putz-Nachschub eingedeckt und auch die ersten Eimer Schöner-Wohnen-Farbe haben ihren Weg in unseren Einkaufswagen gefunden. Die Farbe "Sand" fürs Männerzimmer und "Pearl" für die Küche. Für die Wand hinter dem Fernseher haben wir uns für eine Metall-Effekt-Farbe entschieden und werden diese silber streichen. Uns gefiel die vom Hersteller vorgeschlagene Kamm-Optik ganz gut, jedoch wurde dafür wieder ein spezieller Putz als Untergrund benötigt, der wieder Extrakosten verursacht hätte. Außerdem wäre dieser direkt auf dem Rigips, wenn er uns also nicht mehr gefällt, würde es schwierig, diesen wieder von der Wand zu bekommen. Die zündende Idee kam uns dann beim Schlendern durch die Tapetenabteilung: wir nehmen einfach eine Tapete mit einem schönen Muster und streichen diese silber. Jule liebäugelte zwar mit einer Geschnörkelten, die wurde von Frank aber mit der Begründung "Mädchenkram" abgelehnt. Also haben wir eine Tapete mitgenommen, die schon ein Muster hat wie die Kamm-Optik und streichen diese. Wenn sie uns nicht mehr gefällt, wird sie abgerissen...  so einfach ist die Welt.


 

Mittwoch, 1. August 2012

Nachtrag: Ausbaupaket 1 - Tipps und Tricks

...oder: So haben wir es jedenfalls gemacht...

[Anmerkung der Bauherrin: Bloggen war bei uns bisher ja meistens Frauensache und die technischen Details sind dadurch ein wenig auf der Strecke geblieben , also  schreibt der Bauherr jetzt mal selbst...]

Da wir ja mit dem Ausbaupaket 1 fertig sind, wollen wir das zum Anlass nehmen und etwas über unsere Erfahrungen zu schreiben, um künftigen "Technikfertig-Bauherren" evtl. das Leben zu erleichtern.

Werkzeug-Tipps:
1. Akkuschrauber
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass ein hochwertiger Akkuschrauber nahezu unersätzlich ist. Wir hatten nur einfache Schrauber aus dem Baumarkt zur Verfügung, mit denen es, mangels Leistung, nicht möglich war, die 6x100 Spax-Schrauben ( 600 Stk.) der Konterlattung zu versenken. Wir haben es dann notgedrungen mit einer Schlagbohrmaschine gemacht, das ging zwar auch, war aber teilweise mehr als unbequem. Welcher Hersteller zu empfehlen ist, ist eine Glaubensfrage... Die Meinungen der Fachleute aus dem Bekanntenkreis reichen von Makita über DeWalt, Hitachi, Würth, Hilti bis Bosch. (Jules Handtaschen-IXO war dafür zumindest nicht geeignet.)

2. Magazinschrauber
Nicht unersätzlich aber sehr, sehr nützlich ist  ein Magazinschrauber ( z.B. Makita 6842) zum Verschrauben der Gipskartonplatten. Man verschraubt in einem Fingerhaus ca. 2500 Schrauben, d.h. 2500 mal die Schraube aus der Tasche nehmen, 2500 mal anhalten und 2500 mal verschrauben. Da hat man es mit dem Magazinschrauber deutlich einfacher. Der Bit rotiert mit ca. 4500 U/min, man setzt auf den Rigips an , presst den Schrauber kurz an und schon ist die Schraube drin, perfekt versenkt natürlich.


3. Trockenbau - Bits
Ab und zu kommt man trotz des  Magazinschraubers nicht umhin, ab und an ein paar Schrauben mit dem Akkuschrauber zu verschrauben. Damit man die Schrauben optimal versenkt, d.h. nicht zu tief oder auch zu wenig, sollte man Trockenbau - Bits verwenden. Diese Bits sind in einer Metallhülse versenkt, welche als Anschlag fungiert und gibts für wenig Geld z.B. bei Ebay.

4. Plattenlift

Dieser Helfer ist wirklich unbezahlbar. Das Montieren der Gipsplatten an Dachschrägen mit dem Lift gestaltet sich etwas kompliziert... jedenfalls haben wir nicht so wirklich herausbekommen wie das gehen soll. Dafür ist funktioniert das Teil bei der Deckenmontage umso besser und wir würden nicht auf ihn verzichten wollen, müssten wir noch einmal Gipsplatten montieren .
Wir haben unseren Lift von Bauherren aus dem FingerHaus-Forum bezogen und er bleibt in der Familie und geht an Carsten und Dajana :-)



5. Tacker
Es genügt ein ganz normaler Handtacker zum Befestigen der Dampfbremsfolie. Ich hatte dafür einen Elektrotacker gekauft... "mit Kanonen auf Spatzen geschossen" trifft es wohl ganz gut.

6. Messerschärfer
Zum Schneiden der Dämmung haben wir ein 25 cm langes Küchenmesser benutzt und es zeigte sich schnell, dass die Mineralwolle das Messer sehr schnell stumpf werden lässt. Unsere Empfehlung: IKEA-Messerschärfer ( 5,99€ ). Das ist der gleiche FISKARS-Messerschärfer, den es im Baumarkt für 12-15€ gibt.

Ausbau-Tipps:

1. 180mm Zwischensparrendämmung
Schön ist, dass die Sparren in der Regel einen Abstand von 57-59 cm haben. Die von FingerHaus gelieferte Dämmung ( Isover) hat eine Breite von 60cm und klemmt auf Anhieb hervorragend zwischen den Sparren bzw. den Kehlbalken an der Decke. Hin und wieder sind die Sparrenabstände jedoch kleiner, daher sollte man alle vorher nachmessen und die enger zusammenstehenden markieren und die Dämmung entsprechend der Länge nach kürzen. Der Bauleiter machte uns darauf aufmerksam, dass im Bereich in dem die Fußpfetten auf die Giebelwände treffen, sich kleine, leicht zu übersehende Hohlräume befinden. Diese sollten unbedingt gedämmt werden.
Beim Übergang von Dachschräge auf die Decke sind Bereiche, die ebenfalls gedämmt werden müssen, jedoch der Klemmfilz nicht hält. Wir haben uns damit beholfen, dass wir einen alten Spanngurt bzw. einen alten Rollogurt zerschnitten und angetackert haben, um die Dämmung an Ort und Stelle zu halten.
Alles in allem geht das Dämmen mit der 180er Dämmung gut von der Hand und ist zu zweit in 1 - 1,5 Tagen locker zu schaffen.

2. Dampfbremsfolie
Die von FingerHaus gelieferte Folie ist 3m breit bzw 50 cm breit. Wir haben die Folie an einem Stück über die Zwischenwände hinweg verlegt und dann von der Mitte aus beginnend getackert. So konnten wir weitestgehend Faltenbildungen vermeiden und mussten auch nicht sehr viele Überlappungen verkleben. Getackert haben wir die Folie alle 30 - 40 cm und haben auch jede Tackernadel einzeln abgeklebt. Ob das nun sinnig ist oder nicht... Da streiten sich die Geister. Schaden kann es nicht und deshalb haben wir es gemacht. Die Folien, die aus den Drempel- und Giebelwänden hinausschauen sollten unbedingt genau begutachtet werden, da diese vom Transport oftmals Risse und Löcher haben. Auch sollte hinter Bad-Installationswänden geschaut werden, ob dort ordentlich verklebt worden ist... ( Gut, dass Jule so klein ist :-P )
Für das Tackern und Verkleben der Folie haben wir zu dritt 2-3 Tage gebraucht.

3. Konterlattung
Die von FingerHaus gelieferten Konterlatten haben die Maße 250cm x 6cm x 4,8 cm. Um ordentliche Festigkeit zu erreichen haben wir 6x100er Schrauben verwendet. Am Besten waren die Schrauben mit Torx T30 Köpfen. Mit T25 oder den "ASSY´s" ( ja, die heißen wirklich so) von Würth kamen wir nicht so gut zurecht, gingen aber auch. Wichtig bei der Konterlattung ist wirklich akribisch den Abstand von 37cm zwischen den Latten einzuhalten, denn die 60mm Dämmung ( Isover), die später dazwischen geklemmt wird, ist 38cm breit. Und diese Dämmung hat der Teufel geschickt... Nicht nur, dass sie im Vergleich zur 180er um ein Vielfaches mehr staubt, sie ist auch sehr zickig, was Lattungsabstände angeht. Sprich, ist der Abstand wenige Millimeter zu groß -> sie fällt raus ; ist der Abstand wenige Millimeter zu klein -> fällt sie raus.
Um dem Drama halbwegs zu entgehen wurden die "Siebenunddreißiger" geboren. Die 37er sind Abstandsbrettchen mit einem Abstand von ( wer hätte das gedacht ) 37cm. Neben ihrer eigentlichen Hauptaufgabe, dem Abstandhalten von 37cm, haben die kleinen eine doofe Angewohnheit entwickelt, nämlich: Herunterfallen. Und das grundsätzlich bei jeder Latte mindestens zwei Mal, so dass Jule gefühlte 10.000 Mal den Satz "Gibst du mir mal die 37 hoch, bitte." zu hören bekam.
Trotzdem waren uns die Hölzchen eine große Hilfe, wir haben sie ins Herz geschlossen und werden sie deshalb behalten. ;-)
Weiterhin erschien uns in dem Bereich, in dem wir mit den Gurten die Dämmung fixierten (s.o) der Abstand zwischen den Latten zu groß, um die Gipsplatten ordentlich zu befestigen. Daher haben wir uns noch Querlattungen gebastelt. Diese müssen jedoch im richtigen Winkel geschnitten werden. Dafür empfiehlt sich eine Kapp- und Gehrungssäge.
Zu dritt haben wir ca. 2-3 Tage für die Lattung gebraucht.

4. 60mm Dämmung
Wie oben beschrieben macht die 60mm Dämmung keinen Spaß. Allerspätestens hier sollte man eine Atemschutzmaske, lange Klamotten tragen und eine (Schutz-) Brille tragen. Das Anbringen geht bis zur Mannhöhe allein, wenn es an die höheren Schrägen und Decken geht, muss man zu zweit arbeiten: Der eine klemmt die Dämmung ein und der andere hält den Rest der Dämmung z.B. mit einem Besen hoch. Wenn man vorher ordentlich bei der Lattung gearbeitet hat, ist das auch kein Problem und in 1- 1,5 Tagen zu schaffen.
Die Reste der 180er sowie der 60er Dämmung haben wir dazu verwendet diese in die Zwischenräume zwischen den Innenwänden und der Decken/Schrägen zu stopfen. Erstens muss man sie dann nicht entsorgen und zweitens trägt es evtl. zur Geräuschdämmung bei.

5. Gipskartonplatten anbringen
Zum Anbringen an die Schrägen haben wir nicht den Lift benutzt, das war uns irgendwie zu kompliziert. Stattdessen gingen wir wie folgt vor: Wir haben uns einen "Bock" aus den noch vorhandenen Latten gebaut. Dieser hat ungefähr die Höhe bis zur ersten Latte der Schräge. Die Platte auf die Lattung auflegen und kontrolliert nach unten rutschen lassen, bis die untere Kante der Platte auf die Drempelwand trifft. Dann den Bock unter die Platte verkeilt ggf. die Platte ausgerichtet und verschraubt. Diese Platte hat somit den Anschlag unten und reicht bis zur vorletzten Latte oben. Um Kreuzfugen zu vermeiden wird die nächste Platte eine Latte höher ( 2. Latte von unten / mittig ) angesetzt. Hier haben wir vorübergehend ein ca. 60 cm langes Brettchen mittig auf die Latte verschraubt, sodass wir hier die Platte aufsetzen, ausrichten und verschrauben konnten.
Das Anbringen an den Decken stellte dank unseres Plattenliftes kein Problem dar,  aus unserer Sicht wirklich ein Muss für jeden "Technikfertig-Bauherren".
5-6 Tage haben wir in etwa gebraucht.

optional: Netzwerk- und TV-Verkabelung (Innenwände)
Wir haben auch lange überlegt das Homeway-System zu nehmen, haben uns jedoch dagegen entschieden und das war auch gut so. Denn das Verkabeln ist wirklich nicht sonderlich schwer und auch nicht zeitintensiv. Insgesamt haben wir 100m Cat7 Duplex Kabel, 150 m Sat-Kabel und 100m Boxenkabel selbst verlegt.
Das Einzige was man braucht ist so eine Spindel ( keine Ahnung wie das Ding heißt), wie die Elektriker sie benutzen. Letztendlich ist das ein ca 15mm breites und 2,5 m langes Metallband mit jeweils einer Öse an jedem Ende. Wo man so etwas bekommt, wissen wir auch nicht. Bekannte von uns haben sich so eine Spindel aus so einem Metallspannband gebaut, was man schonmal an Paletten findet; dieses haben wir uns ausgeliehen. 
Die Elektiker waren so freundlich und haben uns Löcher dort gebohrt, wo wir später die jeweiligen Anschlüsse haben wollen. Teilweise sind die Innenwände an diesen Stellen sogar oben offen, sodass man dort einfach das Kabel mit einziehen kann. Ist das nicht der Fall, muss man die Wand selbst öffnen. Am oberen Rand wird mit dem Cuttermesser ein Quadrat z.B. ca. 15 x 15mm in die Gipskartonplatte (GKP) eingeschnitten und anschließend vorsichtig ausgehebelt. Die Spanplatte kommt nun zum Vorschein. Diese nun mit z.B. einem Holzmeißel öffnen und zwar ein Quadrat von z.B. ca 11x 13cm, sodass ein Rand zur GKP von min. 2cm übrig bleibt (links, rechts, unten). Nun die Spindel durch unsere Öffnung nach unten zum Dosenloch führen, Kabel befestigen, hochziehen und zum beliebigen Punkt im Haus ziehen. Solange die Decken nicht geschlossen sind, kommt man problemlos an jeden beliebigen Ort im Haus, auch geschossübergreifend, denn rund um den Kamin ist jede Menge Platz. Wenn kein Kamin vorhanden ist, kann man auch die vorhandenen Löcher der Elektrik im Boden/Decke mitbenutzen.

Ein ganz großes Dankeschön an dieser Stelle noch an Jules Vater für seine tatkräftige Unterstützung. Ohne ihn wären wir bei weitem nicht in 2,5 Wochen fertig gewesen, außerdem stammen alle Tricks und Kniffe von ihm.Wir hoffen, dass der ein oder andere hier vielleicht etwas Brauchbares mitnehmen konnte und wir etwas die "Furcht" vor dem Ausbaupaket 1 nehmen konnten. Es ist alles gar nicht so kompliziert, wie man es sich vorher ausmalt.

Wir sind gespannt, wie wir den Gipskrieg in ca. 4 Wochen meistern werden :-)

Sonntag, 15. Juli 2012

Ausbaupaket 1 fast geschafft - Bauwoche 2

Unsere zweite Urlaubswoche und auch zweite Bauwoche hat richtige Fortschritte gebracht. Am Montag waren die Elektriker im Haus, um die restlichen Arbeiten auszuführen. Die Arbeiten gingen Hand in Hand und so konnte am Spätnachmittag schon die Abnahme erfolgen. Der gelbe Strom fließt auch pünktlich seit diesem Tag ins Haus und den Anschluss der Kellerelektrik an den Stromkasten wird ein befreundeter Elektriker vornehmen. Damit ist der Punkt Elektro für uns erledigt. Auch die Klingel ist schon installiert und zu Jules großer Freude ist auch im Bad schon das Busch-Jäger Unterputz-Radio angeschlossen. Das kleine Ding hat ganz schön Dampf!! :-D 

Damit wir aber auch im restlichen Haus  gut verkabelt sind, hat Frank jeweils 100 Meter Boxenkabel im Wohnzimmer, CAT-7 Kabel und auch SAT-Kabel im ganzen Haus verteilt. Dank der offenen Decken und dem geräumigen Kaminschacht eine ganz einfache Sache. Wie gut, dass wir auf Homeway verzichtet haben, wir haben nun für deutlich weniger Geld viiiieeel mehr Anschlüsse in allen Zimmern (teilweise 2 SAT-Anschlüsse in den Räumen, so bleibt man flexibel mit den Möbeln).

Nachdem die Kabel alle verteilt waren, konnten wir uns auch wieder unserer Hauptaufgabe, dem Ausbaupaket 1, widmen. Die erste Dämmung sowie die Dampfsperre inkl. verklebter Tackerklammern hatten wir in der ersten Woche schon erledigt. Weiter ging es mit der Konterlattung für die zweite Dämmebene. Neben ca. 600 Torx-Schrauben (6 x 100) haben uns unsere 37er-Hölzchen gute Dienste erwiesen. Das war ein super Tipp des FH-Montageteams: da die Glaswolle-Bahnen eine Breite von 38 cm haben, sollten wir uns zwei Kanthölzer auf eine Länge von 37 cm zurechtschneiden und damit die Abstände der Konterlattung festlegen. Gesagt, getan: die Dämmung hält optimal zwischen den Hölzern.
Diese anzubringen war wie gewohnt eine kratzige Angelegenheit, ging aber relativ zügig, so dass wir die Decken schon mit Rigips beplanken konnten. Im OG sind wir fast fertig, wir warten hier noch auf das Kundendienst-Team von Fingerhaus, das den Kaminschacht im EG und DG mit Steinwolle ausfüllt und die davorliegende Wände stellt und diese somit schließt. Bevor diese nicht stehen, können wir weder die bauseitige Ausmauerung im Bereich des Ofenanschlusses vornehmen, noch die Decke vollständig mit Rigips schließen. Wir hoffen, dass das in der kommenden Woche passiert, denn in der Woche darauf soll schon der Estrich kommen und wir wollten es vermeiden, dass die durch die Trocknung entstehende Feuchtigkeit ungehindert auf die Glaswolle trifft. Ein paar kleinere Hausaufgaben haben wir für das Kundendienst-Team auch noch, die wir zwischenzeitlich entdeckt haben.


Damit wir unsere Zeit aber nicht nur mit Warten verbringen, haben wir am Freitag und Samstag im Erdgeschoss mit dem Schließen der Decke begonnen und uns auch die Vorinstallation für die Deckenspots im Bad und in der Küche vorgenommen: 56mm Loch bohren, Kabelschlaufe rausziehen und dann das Kabel zur nächsten Öffnung ziehen, usw. ... Etwas knifflig war es, ohne Möbel die genaue Position der Wohn- und Esszimmerlampen zu bestimmen. Lassen wir uns mal überraschen, wie gut wir das hinbekommen haben. Tatkräftige Unterstützung hatten wir neben Jules Onkel spontan auch von Tristan & Isolde, die eigentlich nur mal schauen wollten, wie weit wir sind. Da man aber bei den schweren Rigipsplatten (trotz Plattenlift) über jede helfende Hand froh und dankbar ist, haben die beiden auch mit angepackt (Danke!!). Außerdem bewiesen die Frauen mit wenigen Sätzen wie "Das passt so nicht!" , dass Logik und räumliches Denken eindeutig eine weibliche Stärke ist... ;-p


Wo wir gerade beim Thema "Warten" sind: dem Telekom-Installateur sind wir inzwischen im 2-Tages-Rhythmus auf den Wecker gegangen und haben ein wenig Druck aufgebaut, dass unser Tiefbauer die Außengestaltung nicht vornehmen kann, solange da noch ein Telefonkabel aus der Grundstücks-Ecke schaut. Außerdem muss die Erdung an der Poti-Schiene ja auch erfolgen, bevor der Estrich drin ist. Die Argumente scheinen gewirkt zu haben: Nächste Woche wollen sie in Nachbars Blumenbeet nach der Lötstelle suchen und unseren Hausanschluss vornehmen. Man darf gespannt sein... Wir glauben es erst, wenn wir telefonieren und surfen können....
Es war ja noch nicht mal geschummelt, denn Tiefbauer Hubert hat diese Woche Aufmaß für die Außengestaltung genommen und wird in den nächsten Tagen ein Angebot schicken.
Etwas schwieriger gestaltet sich die Aufgabe, einen Fliesenleger zu finden. In der kommenden Woche werden die ersten vorbeikommen, sich die Räume ansehen und Angebote erstellen. Wir hoffen nicht, dass wir bei den Preisen rückwärts aus den Schuhen fallen. Selbst verlegen ist bei Fliesen nämlich so eine Sache... :-(

Die Geschichte von unserem Kellerfenster hat auch noch kein eindeutiges Ende genommen. Unser eigentlicher Bauleiter Herr M. hatte uns vor seinem Urlaub gebeten, uns nochmal zu überlegen, wie sehr es uns am Herzen liegen würde, dass die Fenster in einer Linie liegen, da das Versetzen ziemlich kompliziert wäre. Diese Meinung vertrat zunächst auch sein Vertreter Herr J., der uns aber auch bat, ihm per Email ein Bild der Südseite zu schicken. Wir hatten Fingerhaus in der gleichen Email auch einen Vorschlag gemacht, wie wir uns einigen könnten, wenn das Fenster nicht versetzt wird. Ein paar Tage später meldete sich Herr J. und teilte uns mit, dass er sich das Bild genauer angesehen hätte und Fingerhaus nun wahrscheinlich doch den komplizierteren (und für FH auch teureren) Weg gehen würde und das Fenster versetzen würde. Unser Vorschlag wäre zwar für uns im ersten Moment ein Kompromiss, aber damit würden wir auf Dauer gewiss nicht froh und wenn FingerHaus einen derartigen Fehler machen würde, würden sie ihn auch ordentlich beseitigen. Hut ab, andere Firmen hätten den einfacheren Weg genommen, Fingerhaus bzw. Herr J. denkt da im Sinne des Kunden. 
Bis zur endgültigen Entscheidung, bleiben die Verputzer auch erst einmal in Warteposition. Sie hatten diese Woche schon mit den Vorarbeiten begonnen und den schwarzen Gürtel unseres Medleys entfernt, ein paar Stellen ausgebessert und auch die Dachuntersichten das zweite Mal gestrichen.

Heute (Sonntag) hatten wir Besuch von Interessenten unseres Fachberaters Herrn Sch. , die noch in der Entscheidungsfindung sind. Da unser Medley ja noch im Rohbauzustand ist, konnten die beiden sich selbst ein Bild von der Qualität machen ("Nur das Beste"... ;-D - können wir aber bisher nicht verneinen) und manche Fragen -z.B. zum Aufbau der Dämmung- klärten sich durch's Ansehen. Von Keller bis Spitzboden haben wir uns gemeinsam alles angesschaut und vieles gezeigt und erklärt. Viele Fragen kamen uns bekannt vor, denn es waren die gleichen, die wir in dieser Zeit hatten. Wir hoffen, dass wir ihnen die Entscheidung etwas leichter gemacht haben, denn bisher sind wir wirklich davon überzeugt, mit Fingerhaus den richtigen Baupartner zu haben.

Donnerstag, 5. Juli 2012

Fortsetzung: Stelltag 1 + 2

Nachdem wir in unserem letzten Post nicht viel geschrieben haben, wollen wir das hier nachholen. Wir hatten unseren Bauleiter vorab gefragt, wann das Stellteam ca. beginnen wird, da wir irgendwo was von 5 Uhr morgens gelesen hatten. "Nee, so gegen sechs, halb sieben fangen die an." Als wir um viertel vor 6 zur Baustelle kamen, sahen wir schon am Ortseingang den großen Kran. Panik - wir sind doch wohl  nicht zu spät? Schnell die Brinno auf dem gewohnten Matschberg nach Augenmaß ausgerichtet (und später ein paar mal auf dem gleichen Wege korrigiert - hatte zur Folge, dass der Wintergarten auf dem Video fehlt, Weitwinkel nicht groß genug) und kaum waren wir beim Stellteam, hob auch schon die Nordseite mit dem Kran ab. Noch bevor die erste Kanne Kaffee durch war, standen die Nord- und die Westseite des Erdgeschosses. Von den Nachbarn erfuhren wir später, dass der Kran schon Sonntag spätabends angereist war und das Stellteam seit kurz vor 5 fleißig war.

Die Jungs haben wirklich ein wahnsinniges Tempo vorgelegt. Kleinere Unfälle wie eine Hand zwischen Wand und Geschossdecke (zum Glück glimpflich ausgegangen) gehörten leider genauso dazu, wie kleinere Montageunfälle, die bei den Bauherren kurzzeitig Herzstillstand verursachten, bei den erfahreneren Monteuren nur ein kurzes "Mist, aber kann man ausbessern!" hervorriefen. Die Ostseite hatte kurzzeitig auf dem selbstgesetzten Leerrohr geparkt. Rohr kaputt, Tropfkante eingedellt. Auch war ein Spanngurt der Südseite des OG's zu fest angezogen, so dass die obere Kante eingedrückt ist. Auch das kann man reparieren. Man konnte uns den Schrecken schnell nehmen und der Bauleiter regelt den Rest.

Wir hatten auch zum Glück den ganzen Stelltag über gutes Wetter. Pünktlich nachdem das Dach geschlossen war und die ersten Ziegel auf dem Dach waren, begann es zu regnen. Nachdem wir den ganzen Tag über Interessierten von unserem Haus berichtet und Fragen beantwortet hatten, trudelten nach und nach Nachbarn, Familie, Freunde und auch fast "benachbarte" Fingerhaus-Bauerren ein (Schöne Grüße ;-D), um sich das Medley einmal "nackig" anzusehen. Abends haben wir dann alle zusammen im zukünftigen Schlafzimmer gestanden und mit dem Montageteam auf das Haus angestoßen. Spaß hatten an dem Tag auch die Nachbarskinder, sie hatten sich schon lange auf den Tag gefreut, der auch passenderweise der erste Ferientag war. Sogar einen Baum für's Richtfest haben sie uns gebastelt -  mit allem was dazu gehört, aber da hatten eher die Eltern die Finger im Spiel... ;-) Eine Überraschung hatte uns auch Franks Family aus der Nähe von Frankenberg geschickt: eine kleine lila Werkzeugkiste mit der Aufschrift "Survival-Kit" und einen weiteren Baum für's Richtfest. Zum Überleben war neben einem Kärtchen mit lieben Worten  die perfekte Mischung aus Red Bull und Tuc-Crackern für Frank und Prosecco und Schokolade für Jule eingepackt. DANKE!!!

Beide Bäumchen haben am zweiten Stelltag mit der vorletzten Palette Dachziegel den Weg nach oben gefunden und in der Sonne um die Wette gestrahlt bzw. geweht.
Leider gibt es auch zwei Sachen zu berichten, die nicht so gut geklappt haben, aber bereits gestern von unserem Bauleiter aufgenommen wurden und geklärt werden. Zum einen verläuft das Kellerfenster an der Südseite nicht in einer Flucht mit den beiden darüberliegenden Fenstern des Hauses. Man prüft nun, wie das passieren konnte und ob das Fenster versetzt werden kann. Mehr möchten wir dazu hier noch nicht schreiben, wir werden aber weiter berichten. Was uns ebenfalls Bauchschmerzen bereitet, ist, dass die in der Bemusterung beauftragte Abdichtung im Bereich der Terrasse vergessen wurde. Diese Folie ragt normalerweise unten aus der Hauswand raus und wird über die Fuge zwischen Kellerdecke und Hauswand gelegt, so dass man bis an das Haus Pflastern kann ohne dass Schäden durch Wasser entstehen könnten. Diese fehlt aber bei uns. Der Bauleiter sagte uns zwar eine Gutschrift in Höhe des Betrages in der Bemusterung zu, aber wir hatten uns ja was dabei gedacht, als wir die Abdichtung beauftragt hatten. Nachdem wir uns nun die Werksnormen für die Bereiche ohne Abdichtung noch einmal genauer angesehen hatten, kamen Zweifel auf, ob wir Terrasse nun überhaupt so ausführen können, wie ursprünglich geplant. Das wird vor Ort noch einmal mit dem Bauleiter besprochen, wir hoffen darauf, dass es noch eine andere Möglichkeit zur Abdichtung gibt, als die Wand wieder aufzumachen und die Folie nachträglich einzusetzen. Aber auch hier möchten wir nicht zu viel "meckern" sondern Fingerhaus auch einfach die Möglichkeit lassen, es wie gewohnt vernünftig zu regeln. Bei anderen Herstellern hätten wir ein deutlich schlechteres Gefühl. 

 Nun wieder zurück zu den schönen Dingen:
Am Dienstag waren schon die Elektriker im Haus. Eine wirklich nette Mannschaft, die direkt gute Laune ins Haus brachte. Auch hier konnten wir nur über das Tempo staunen, jeder Handgriff sitzt und im Nullkommanix war mehr als ein halber Kilometer Kabel im Haus verteilt. Am Montag geht es weiter, bis dahin wollen wir auch im Dachgeschoss die Decken gedämmt und geschlossen haben.  Gestern (Mittwoch) haben wir dann den ersten Rundgang mit dem Bauleiter gemacht, bevor das Montageteam sich verabschiedet hat und uns zum ersten Mal mit unserem Haus alleine gelassen hat. So langsam lernen wir uns kennen... ;-) Von der Raumaufteilung sind wir absolut begeistert, hell und groß wirken die Räume und auch der Flur mit den beiden Lichtbändern und der mitlaufenden Treppenwand wirken einladend, wenn man das Haus betritt. Wir sind echt überwältigt und froh und möchten uns auch hier noch einmal ganz, ganz herzlich bei unserem Berater Herrn Schneeweis bedanken, der uns diesen Grundriss vorgelegt und uns von Fingerhaus überzeugt hat. Bedanken möchten wir uns auch bei ihm, für die nette Geste, die wir gestern in der Post hatten, quasi ein Fingerhaus Starter Paket mit vielen nützlichen Dingen.


Inzwischen haben wir auch mit dem gefürchteten Ausbaupaket 1 begonnen. Die Dämmung (Glaswolle - kratzt ganz fürchterlich und sorgt trotz Maske für 2 Tage Dauerschnupfen) ist unterm Dach und die ersten Bahnen Folie sind festgetackert. Aber auch hier warten so manche Überraschungen, die man erst mit dem Bauleiter besprechen sollte (Infos folgen, wenn wir wissen, wie man es richtig macht ;-D), bevor man weiter macht.
Frische Luft schnappen und die Aussicht aus dem OG genießen...

Sooo, das waren unsere "Erlebnisse" seit der Hausstellung. Wir haben noch 2,5 Wochen Urlaub und langweilig wird uns gewiss nicht...

Mittwoch, 27. Juni 2012

Noch 5 Tage...

In weniger als einer Woche sind wir Hausbesitzer, aber dieses Gefühl ist irgendwie immer noch nicht so ganz angekommen. Zwar arbeitet man am Keller, man hat jedoch noch nicht ganz verinnerlicht, dass das wirklich die eigenen vier Wände sind.


Heute hat der Stromanschluss Gesellschaft von der Wasseruhr bekommen. Jules Papa war auch diese Woche wieder sehr, sehr fleißig und hat die komplette Elektroinstallation im Keller vorbereitet, so dass diese nur noch an den Zählerkasten angeklemmt werden muss. Über 100 Meter Kabel hat er verteilt. Fingerhaus kann also im Haus alle Anschlüsse fortführen. Zum Glück wurden die Erdarbeiten gestern abgeschlossen, denn heute hatten wir zur Abwechslung mal Regen. Inzwischen kommen uns erste Zweifel, ob wir nicht doch besser noch eine Zisterne im Garten eingegraben hätten; die wäre immer gut gefüllt, falls doch mal eine Trockenzeit kommt.

Für einen kleinen Lacher auf beiden Seiten sorgte heute Morgen unser Schornsteinfeger mit seinem Anruf: "Sagen Sie mal, wo ist denn Ihr Haus in dem ich den Schornstein abnehmen soll? Ich stehe hier und hier ist nur ein Keller!?" Er hatte den Termin verwechselt und kommt nächste Woche Mittwoch noch einmal wieder, dann sind auch Haus und Kamin da... :-D Wir mussten beide herzlich lachen und es scheint von den bisherigen Telefonaten her so, als ob wir einen sehr netten Schorni haben. Sehr beruhigend, denn die Schornis können einem wohl auch schon mal das Leben schwer machen, wenn ihnen was nicht passt. Hoffen wir mal, dass der erste Eindruck sich bestätigt.

Frank hat heute alle Teile für die SAT-Anlage und den Durchlauferhitzer für die Badewanne bestellt. Zwar sind wir eigentlich immer dafür, die örtlichen Anbieter zu unterstützen, aber bei über 100€ Unterschied für das gleiche Gerät, bestellen wir doch lieber online. Dafür wird der Estrich im Keller von einem regionalen Anbieter gelegt. Ein bißchen enttäuscht bezüglich des Preises waren wir von der Firma, die auch im Auftrag von Fingerhaus im restlichen Haus den Estrich legen wird. Wir hatten gehofft, wenn alles aus einer Hand kommt, macht man uns auch einen guten Preis. Er lag aber nur 200€ unter dem Preis, der uns in der 1. Mehr- / Minderkostenliste direkt von FH genannt wurde und dann hätte Fingerhaus die Gewährleistung übernommen (Vorteil: alle Gewerke aus einer Hand). Der regionale Anbieter lag unverhandelt schon fast 1000€ (!!!) unter dem Preis seines Konkurrenten, somit fiel uns diese Entscheidung recht einfach. Vergleichen lohnt sich also immer.

Die 2-tägige Straßensperrung für die Hausstellung wurde schon letzte Woche beantragt. Diesmal wird der Schilderwald etwas großzügiger ausfallen, so dass er auch nicht wieder von Neugierigen ignoriert und umfahren werden kann... ;-)

Dienstag, 26. Juni 2012

Countdown... noch 6 Tage

Alles wird gut... die Krater von gestern sind beseitigt, Strom und Wasser sind im Haus, der Lagerplatz für Kamin & Ziegel ist wieder nutzbar und die Entwässerungsanschlüsse haben auch nach einigem hin und her einen Weg in den jeweiligen Kanal gefunden -  dank Einsatz und Connections unseres Tiefbauers zum Amt sogar noch unkomplizierter und dadurch billiger als erwartet... ;-) 
Verstärkung bekamen wir heute Morgen auch noch von dem vom RWE beauftragten Tiefbauer, der den Hausanschluss legte. Er konnte auch feststellen, wo die Telekom vermutlich ihr Kabel verloren hat - unter einem Strauch in Nachbars Beet. Klar, wo auch sonst... Damit die Telekom nicht noch am freitag Nachmittag auf die Idee kommt, die Straße aufzureißen und damit die Hausstellung zu gefährden, haben wir den zuständigen Monteur (sehr nett und hilfsbereit, kann nur ein Sub sein ;-D) angerufen und mit ihm abgestimmt, dass er im Laufe der nächsten Woche vorbeikommt, wenn die Elektriker im Haus werkeln. Das Kabel liegt schon im Leerrohr und so kann er immerhin im Haus alles vorbereiten Der Anschluss an die Lötstelle in Nachbars Garten kann ja erfolgen wenn der Kran weg ist. Unser Bauleiter ließ der Telekom übrigens ausrichten, falls die Straße für die Kabelsuche geöffnet wird und das Haus deswegen nicht gestellt werden kann, bekommen sie das in Rechnung gestellt - knappe 1000€ pro Stunde fürs komplette Stellteam...


Die Jungs waren wirklich fleißig und haben die Baustelle nach über 12 Stunden Knochenjob wirklich vorbildlich verlassen und alle Arbeiten erledigt. Wirklich top!!!
Wir sagen DANKE!
Wenn das Haus steht, und man die genaue Position der Regenrinnen kennt, werden diese und die Drainage nur noch an den vorbereiteten Kanal angeschlossen und damit dürfte die Einfahrt dann auch das letzte Mal aufgebuddelt werden.


Montag, 25. Juni 2012

Meteoriteneinschlag...?!?

Das vergangene Wochenende haben wir genutzt, um die bereits angebrachte Dämmung zu verputzen, die Elektroinstallation voranzutreiben, mal wieder zu streichen und so weit es eben ging, die Deckendämmung anzubringen - die Deckenstützen werden erst im Laufe der Woche von Partnerbau entfernt.
Das Verputzen war recht einfach und ging selbst mir (Bauherr) als Neuling gut von der Hand: Zunächst wurde der bekannte Sakret Klebe- und Armierungsmörtel mit einer Zahnkelle in mittlerer Größe (6-8 mm Zähne) auf die gedämmte Wand jeweils 1 Meter breit aufgetragen. Danach wurde das bereits auf richtige Länge gekürzte Armierungsgewebe auf den Mörtel gelegt und grob fixiert. Danach wurde das Gewebe mit einer normalen Glättkelle durch Überstreifen mit leichtem Druck in den Mörtel eingearbeitet, bis das Gewebe nicht mehr zu sehen war. Abschließend die Wand schön glatt verputzen. Nach 3-4 Tagen Trockenzeit kann dann der Sperrgrund und die Farbe aufgetragen werden. Zeitaufwand mit zwei Personen: ca. 3 Stunden. Verbrauchtes Material: 3 Sack je 25 Kg Mörtel,ca. 25m x 1m Armierungsgewebe für 25m² Wandfläche.
 

Die Erdarbeiten haben auch große Fortschritte gemacht, man kann sogar schon den späteren Garten erahnen, das Grundstück sieht auf einmal riesig aus... :-) Der erste unserer Matschberge wurde auf dem Grundstück verteilt und man darf sich wundern, wie wenig davon letzten Endes übrig geblieben ist, obwohl der Großteil der Anschüttung rund um den Keller ja aus Schotter besteht. Der Mutterboden muss noch eine Zeit lang aufgetürmt auf seine Verteilung warten.  Das Podest vorm Eingang und die Zugänge zur Haustür, welche man über eine Treppe auf unserem Grundstück und auch über eine flache Verbindung zum Fußgängerweg erreichen soll, wurden vorbereitet. Ob diese Arbeiten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, steht noch in den Sternen - wir glauben es aber eher nicht.


Eigentlich hatte unser Tiefbauer uns am Freitag schon mitgeteilt, dass er leider mit den Hausanschlüssen bis nach der Hausstellung warten muss, da er ein anderes Projekt nicht weiter aufschieben könne. Das hätten wir dann mit dem Bauleiter abstimmen müssen, aber wirklich froh darüber waren wir nicht. Glück für uns, dass ihm das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht hat und heute Morgen um halb acht der Anruf kam, dass man unsere Hausanschlüsse doch noch diese Woche machen werde, man würde auf der Baustelle aber noch ein paar Pläne benötigen. Da es fast direkt auf dem Weg zu Jules Arbeit liegt, wurden diese eine halbe Stunde später gebracht. In der Zwischenzeit war auch schon ein Mitarbeiter der Wasserwerke vor Ort gewesen, um die Zuleitungen und Entwässerung abzustimmen. Stand der Dinge bei Jules Ankunft: Mitarbeiter weg, dafür die Info hinterlassen "Ätsch, den Anschluss an den Regenwasserkanal zahlen wir aber nicht!". Ursprünglich war vereinbart, dass man sich die Kosten teilt, damit wir das Dach- und Drainagewasser in den vorhandenen Kanal einleiten können. Ein Anruf auf dem Amt ergab: "Doch, doch... wir beteiligen uns schon daran!" Man darf gespannt sein, wie die Aufteilung ausfällt, immerhin muss ein Teil des Fußgängerweges geöffnet werden und auch die Materialkosten sind nicht gerade ein Schnäppchen. Aber es muss ja gemacht werden, und so konnte der Tiefbauer loslegen. Soviel zur Entwässerung. Die Grabungen nach dem Frischwasser- und auch nach dem Stromanschluss müssen etwas von einer Schatzsuche gehabt haben, denn die vorhandenen Pläne waren nicht sehr exakt. Aber am Ende des Tages hatte man die Anschlüsse freigelegt.
Den Vogel abgeschossen haben -mal wieder- unsere Magenta-farbenen Freunde mit dem großen "T": Der Antrag auf einen Telefonanschluss lag dort seit August 2011 vor, also fast 11 Monate. Nachdem wir nach gefühlten 1000 Stunden Warteschleifen und Weiterverbinden froh waren, einen Ansprechpartner zu haben, stellte die Telekom dann heute auf dem Grundstück fest:
"Och, hier ist ja nirgendwo ein Kabel... das ist ja doof!" Gut, dass man das eine Woche vor der Hausstellung feststellt. Alles andere wäre auch untypisch gewesen...  :-(
Das Ende vom Lied ist, dass der Tiefbauer ein Leerrohr an die Grundstücksgrenze zieht und die Telekom sich was ausdenken darf, wie sie da jetzt ein Kabel hineinbekommt. Immerhin haben wir das Kabel, welches auf dem Grundstück verlegt wird, schon erhalten. Nach der Aktion ist jedenfalls klar, dass wir im Haus den Telefon- und Internetanschluss von der Konkurrenz beziehen werden. Zitat Bauherr: "Da gibt es den gleichen schlechten Service, aber für deutlich weniger Geld!" ...und die Chancen stehen besser, dass wir mit dem Umzug nicht von der Außenwelt abgeschnitten sind. ;-)
Am Ende des Tages waren 3/4 der Einfahrt wieder aufgerissen / umgegraben und morgen erfolgt der Rest. Dann liegt wohl auch kein Steinchen mehr da, wo es vorher war, aber wir haben Strom, Wasser und zumindest theoretisch sogar Telefon. Hier sind die Bilder von der Mondlandschaft von heute Abend:


Wir hoffen, dass das bis Mittwoch Abend alles über die Bühne ist, denn Ende der Woche sollen die Dachziegel und der Kamin angeliefert werden und der Stellplatz befindet sich an dem grünen Zaun. Unserem Bauleiter haben wir vorsichtshalber mal auf die Mobilbox gesprochen, nicht dass die Lieferung in einen der Krater fällt...